Influence Maps – Visualisierung von Machtstrukturen in Organisationen und Projekten
Einfluss verdeckter Machtstrukturen. Viele Personen können Einfluss auf Projekte oder Aktivitäten eines Unternehmens haben. Einige davon sind augenscheinlich und einfach zu identifizieren. Andere wiederum sind weniger klar auszumachen, jedoch nicht minder einflussreich. Influence Maps sind aussagekräftige visuelle Modelle von Schlüsselpersonen und Beziehungen, die wesentlichen Einfluss auf Projekte oder Entscheidungen haben. Die bewusste Umsetzung entsprechender Erkenntnisse im Projektmanagement ist für eine effektive Kommunikation, Kooperation und den Projekterfolg oftmals entscheidend. Während dies bei kleineren Projekten in der Regel eher intuitiv erfolgt, gilt es bei größeren Vorhaben, einen entsprechenden Prozess zu etablieren und aktiv zu managen. Dies trifft insbesondere auf Projekte mit externen Beteiligten wie Kunden, Lieferanten, Behörden oder Interessensgruppen zu.
Stakeholderanalyse und Influence Mapping. Kennen Sie ihre “Pappenheimer”? Können Sie die Art, Richtung und Stärke des Einflusses richtig einschätzen und im Sinne ihrer Projektziele nutzen? Gängige Berichtswege und hierarchische “Befehlsketten” führen nicht immer zum Ziel: Die Kenntnisse der wahren “Key Player” erlaubt es, die zur Verfügung stehenden Mittel und Möglichkeiten möglichst effektiv einzusetzen. Beim Influence Mapping – einer natürlichen Erweiterung der Stakeholderanalyse – geht es darum, genau diese Schlüsselpersonen sowie die verdeckten Beziehungen sichtbar zu machen.
Elemente einer Influence Map. Eine Influence Map ist ein visuelles Model der Einfluss- und Entscheidungssphäre eines Projektes oder Vorhabens. Dabei gilt es zu bedenken, dass selbst die einflussreichsten Akteure selten alleine agieren. Sie verlassen sich vielmehr auf vertraute Informanten und Ratgeber. Diese gilt es zu identifizieren und deren Verhaltensweise zu verstehen. Eine Influence Map besteht aus drei wesentlichen Elementen:
- Der generelle Einfluss bzw. Macht eines Stakeholders (dargestellt durch die Größe des Symbols).
- Die Beziehung zwischen Stakeholdern (dargestellt durch Linien oder Pfeile).
- Die Größe des Einflusses auf andere Stakeholder (dargestellt durch die Dicke der Linien oder Pfeile).
In der Praxis. Das folgende Beispiel einer Influence Map verdeutlicht nochmals die wesentlichen Bestandteile sowie das Zusammenwirken der Elemente. Zur besseren Erkennbarkeit sind verschiedene Stakeholder-Kategorien d.h. Projekte, (interne) Organisation und externe Beteiligte durch unterschiedliche Symbole (Kreis, Fünfeck und Quadrat) dargestellt. Zusätzlich wurde die “Kritikalität” einzelner Stakeholder durch Verwendung von Ampelfarben nochmals hervorgehoben.
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